Körper älter als der Pass: Kleine Hirngefäße leiden öfter
Einstufung Moderat — über 3.000 Erwachsene wurden knapp fünf Jahre mit zwei Hirnscans begleitet; als Beobachtung zeigt das einen Zusammenhang, aber keine Ursache.
- Design
- Prospektive Kohortenstudie
- Teilnehmende
- 3.050
- Dauer
- 4,7 Jahre
- Finanzierung
- —
Wer laut Routinewerten biologisch älter war, bekam häufiger neue kleine Hohlräume und winzige Blutungen im Gehirn.
Aus Routinewerten beim Arzt lässt sich ein biologisches Alter berechnen. Es zeigt vor allem, wie stark Gefäße und Stoffwechsel belastet sind. Wer laut diesen Werten älter war als nach dem Kalender, hatte häufiger Schäden an den kleinen Blutgefäßen des Gehirns. Diese Schäden nahmen über knapp fünf Jahre auch eher zu. Solche Gefäßerkrankungen sind eine wichtige Ursache von Demenz und Schlaganfall.
Forschende untersuchten das Gehirn von 3.050 Erwachsenen aus der Allgemeinbevölkerung im MRT, im Schnitt 61 Jahre alt. 2.662 kamen nach im Mittel 4,7 Jahren erneut. Das biologische Alter berechneten sie mit drei bekannten Methoden. Zwei davon zeigten dasselbe Bild: Wer biologisch älter war, bekam häufiger neue Lakunen, also kleine Hohlräume im Hirngewebe, und neue winzige Blutungen. Helle Flecken in den Nervenbahnen nahmen dagegen nicht klar häufiger zu. Die dritte Methode fand keinen Zusammenhang.
Die Studie hat nur beobachtet. Ob ein jüngeres biologisches Alter die Hirngefäße schützt, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Autoren sehen darin ein mögliches Werkzeug, um Menschen mit höherem Risiko zu erkennen. Bestätigen sollen das längere Studien mit vielfältigeren Gruppen.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
