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Konzepte & Theorien

Antagonistische Pleiotropie

ENAntagonistic pleiotropy

Die 1957 vom Evolutionsbiologen George C. Williams formulierte Theorie der antagonistischen Pleiotropie besagt, dass Gene, die früh im Leben Vorteile bringen, später nach der Reproduktion schädlich wirken können. Da der Selektionsdruck mit dem Alter abnimmt, bleiben solche Allele trotz später Kosten bestehen. Die Hypothese gilt als Grundpfeiler der Erklärung, warum Altern evolvierte, und steht neben Mutationsakkumulation und Disposable-Soma-Theorie als zentrales evolutionsbiologisches Modell.