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Biomarker

Omega-3-Index

ENOmega-3 index

Der Omega-3-Index ist ein Blutbiomarker, der als Summe von Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in Prozent der gesamten Fettsäuren in der Erythrozytenmembran (roten Blutkörperchen) definiert ist. Da Erythrozyten eine Lebensdauer von etwa 120 Tagen haben, spiegelt der Index die mittlere langfristige Omega-3-Versorgung über ungefähr zwei bis vier Monate wider — ein Vorteil gegenüber Plasmamessungen, die lediglich die kurzfristige Nahrungszufuhr abbilden. Harris und Von Schacky definierten 2004 einen wünschenswerten Bereich von ≥ 8 % und einen Hochrisikobereich von ≤ 4 %; die meisten Erwachsenen in westlichen Bevölkerungen liegen zwischen 4 % und 6 %. Mehrere prospektive Kohortenstudien berichteten über inverse Assoziationen zwischen dem Omega-3-Index und kardiovaskulärer sowie Gesamtmortalität, unabhängig von klassischen Lipid-Risikofaktoren; ein Übersichtsartikel von Harris (2007) bündelte diese Evidenz und stärkte die Argumentation für den klinischen Einsatz. Der Index wird durch eine zertifizierte Labormethodik analytisch standardisiert, gilt jedoch als Risikomarker und nicht als Risikofaktor im kausalen Sinne — Supplementierungsstudien mit Omega-3-Fettsäuren haben heterogene kardiovaskuläre Ergebnisse gezeigt, sodass die beobachtete Assoziation nicht in allen Populationen als abschließend kausal interpretiert werden kann.

Quellen

  1. Harris WS, Von Schacky C. (2004). The Omega-3 Index: a new risk factor for death from coronary heart disease?. *Preventive Medicine*doi:10.1016/j.ypmed.2004.02.030
  2. Harris WS. (2007). Omega-3 fatty acids and cardiovascular disease: a case for omega-3 index as a new risk factor. *Pharmacological Research*
  3. Franco WG, O'Keefe EL, O'Keefe JH, et al.. (2025). Omega-3 index improves upon the pooled cohort equation in predicting risk for CVD. *Journal of Clinical Lipidology*