Fibrose
ENFibrosis
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Fibrose bezeichnet die pathologische Überablagerung extrazellulärer Matrix — vorwiegend fibrillärer Kollagene Typ I und III — durch aktivierte Myofibroblasten infolge chronischer Gewebsschädigung, Entzündung oder des SASP seneszenter Zellen, wobei normales Parenchym durch ein steifes, schlecht vaskularisiertes Narbengewebe ersetzt wird. TGF-beta1 ist das dominante pro-fibrotische Zytokin; es signalisiert über SMAD2/3 und aktiviert transkriptionell die Kollagensynthese, unterdrückt MMPs und treibt die Differenzierung von Fibroblasten zu Myofibroblasten an. IL-11, PDGF und der Bindegewebswachstumsfaktor (CTGF/CCN2) wirken dabei in kontextabhängiger Weise zusammen. Das Alter erhöht die Fibroseanfälligkeit erheblich, da eine gestörte Clearance seneszenter Zellen die TGF-beta- und SASP-Ausgabe aufrechterhält, die Makrophagenpolarisierung sich zu pro-fibrotischen M2-Phänotypen verschiebt und regenerative Antworten dysreguliert werden — wodurch Leberzirrhose, idiopathische Lungenfibrose und Herzfibrose zu bedeutenden Determinanten altersbedingten Organversagens werden.
