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Therapeutika

Humanin

Humanin ist ein 24 Aminosäuren langes mitochondrial kodiertes Peptid aus der 16S-rRNA-Region der mtDNA, das ursprünglich von Hashimoto und Nishimoto in überlebenden Neuronen von Alzheimer-Gehirnen identifiziert wurde. In Zell- und Nagetiermodellen wirkt es antiapoptotisch (bindet Bax, IGFBP-3) und neuroprotektiv gegenüber Amyloid-β-Toxizität; die Plasmaspiegel sinken bei Mäusen, Makaken und Menschen mit dem Alter. Stand 2026 existiert weltweit keine zugelassene Indikation für Humanin oder seine Analoga; sämtliche Evidenz ist präklinisch oder beobachtend, ohne abgeschlossene Phase-3-Studie. Synthetisches Humanin und Analoga wie HNG sind nur als Research-Peptide erhältlich.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Hashimoto Y, Niikura T, Tajima H, et al.. (2001). A rescue factor abolishing neuronal cell death by a wide spectrum of familial Alzheimer's disease genes and Aβ. *Proceedings of the National Academy of Sciences*doi:10.1073/pnas.101133498
  2. Yen K, Wan J, Mehta HH, et al.. (2020). The mitochondrial-derived peptide humanin is a regulator of lifespan and healthspan. *Aging (Aging-US)*doi:10.18632/aging.103534
  3. Lee C, Wan J, Miyazaki B, et al.. (2014). IGF-1 regulates the age-dependent signaling peptide humanin. *Aging Cell*