Klotho-Gentherapie
ENKlotho gene therapy
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Klotho ist ein Transmembranprotein und Ko-Rezeptor für FGF23, das mit dem Alter deutlich abnimmt; die lösliche zirkulierende Form (s-Klotho) supprimiert Wnt- und TGF-β-Signalwege und wird in Beobachtungsstudien mit Nierenfunktion, kognitiver Gesundheit und kardiovaskulärem Schutz assoziiert. In Mausmodellen verlängerte eine AAV-vermittelte Klotho-Überexpression die Lebensspanne, verbesserte die Nierenfunktion und verringerte kognitive Defizite; eine einzige intramuskuläre Injektion eines Klotho-kodierenden AAV steigerte bei gealterten nichtmenschlichen Primaten die synaptische Plastizität und Kognition. Eine humane Longevity-Anwendung ist strikt präklinisch; BioViva und affiliierte Forscher berichteten über selbstverabreichte Gentherapie-Experimente an Einzelpersonen außerhalb regulierter klinischer Rahmenbedingungen, diese entbehren jedoch kontrollierter Sicherheits- oder Wirksamkeitsdaten und dürfen nicht als Wirksamkeitsnachweis interpretiert werden. Risiken umfassen eine Störung der FGF23-Phosphat-Homöostase, mögliche ektope Kalzifizierung sowie die allgemeinen Immunogenitäts- und Off-Target-Risiken einer systemischen AAV-Gabe.
Quellen
- Kuro-o M, Matsumura Y, Aizawa H et al.. (1997). Mutation of the mouse klotho gene leads to a syndrome resembling ageing. *Nature*doi:10.1038/36285
- Castner SA, Macht VA, Dighe M et al.. (2023). Longevity factor klotho enhances cognition in aged nonhuman primates. *Nature Aging*doi:10.1038/s43587-023-00441-x
