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Zellbiologie

p38-MAPK

ENp38 MAPK

Geprüft von

p38-MAPK (p38-Mitogen-aktivierte Proteinkinase), die vier Isoformen umfasst (α, β, γ, δ), wobei p38α die vorherrschende und am besten untersuchte Form ist, bezeichnet eine stressaktivierte Kinase, die durch vorgelagerte MAP2Ks (MKK3 und MKK6) als Reaktion auf Entzündungszytokine, oxidativen Stress, UV-Strahlung und osmotischen Schock phosphoryliert und aktiviert wird. Sie phosphoryliert ein breites Substratspektrum, darunter die nachgeschaltete Kinase MK2, die Transkriptionsfaktoren ATF2 und MEF2 sowie AU-reiche Elementbindungsproteine, die proinflammatorische mRNAs wie TNF-α stabilisieren. Im Kontext des Alterns treibt p38α den SASP in seneszenten Zellen über NF-κB und MK2/Tristetraprolin an, supprimiert die Selbsterneuerung von Satellitenzellen durch Phosphorylierung von MyoD und die Störung der Quieszenz, und vermittelt inflammatorische Amplifikation beim Inflammaging; eine pharmakologische p38α-Hemmung hat in gealterten Mäusen die Muskelregeneration wiederhergestellt.

Quellen

  1. Han J, Lee JD, Bibbs L, Ulevitch RJ. (1994). A mammalian protein kinase that responds to environmental stresses: the SAPK/MAPK pathway. *Science*doi:10.1126/science.8091232
  2. Cuadrado A, Nebreda AR. (2010). p38 MAP kinase signalling. *Biochemical Journal*doi:10.1042/BJ20100323
  3. Deschênes-Simard X, Gaumont-Leclerc MF, Bourdeau V, Lessard F, Moiseeva O, Forest V, Igelmann S, Mallette FA, Saba-El-Leil MK, Meloche S, Saad F, Mes-Masson AM, Ferbeyre G. (2013). Tumor suppressor activity of the ERK/MAPK pathway by promoting selective protein degradation. *Genes & Development*doi:10.1101/gad.203984.112