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Journal ArticleGeroScience·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Sehr alte Menschen haben mehr Gallensäuren im Blut

Einstufung Vorläufig — blutanalyse bei 213 Menschen, ergänzt durch vier weitere Studien; die Daten zeigen Zusammenhänge zu einem Zeitpunkt und können keine Ursache belegen.

Design
Querschnittsstudie
Teilnehmende
213
Dauer
—
Finanzierung
National Institute on Aging (NIA), NIH
Kernaussage

Menschen, die extrem alt werden, haben mehr Gallensäuren und weniger Bilirubin im Blut als ihre Kinder und Vergleichspersonen.


Wer ein extrem hohes Alter erreicht, trägt ein eigenes Muster an Stoffwechselprodukten im Blut. Im Vergleich zu ihren Kindern und zu Vergleichspersonen hatten diese Menschen mehr Gallensäuren, die die Leber für die Fettverdauung bildet. Dagegen fanden sich weniger Bilirubin und Biliverdin, zwei Abbauprodukte des roten Blutfarbstoffs. Wer mehr Gallensäuren und bestimmte Hormone aus der Gruppe der Steroide im Blut hatte, hatte zudem ein niedrigeres Sterberisiko.

Grundlage ist die New England Centenarian Study, eine Studie über Hundertjährige in den USA. Forschende maßen bei 213 Teilnehmenden mehr als 1.400 Stoffe im Blut und glichen die Ergebnisse mit vier weiteren Studien ab. Daraus bauten sie eine Stoffwechseluhr, die das biologische Alter schätzt. Wich dieses errechnete Alter vom tatsächlichen ab, hing das mit dem Sterberisiko zusammen. Wichtig für die Uhr waren etwa Taurin und Citrat, die bei einfachen Altersvergleichen nicht auffielen.

Die Daten sind eine Momentaufnahme von 213 Menschen. Sie zeigen Muster, keine Ursachen. Ob mehr Gallensäuren das Leben verlängern, lässt sich daraus nicht ablesen. Die Forschenden sehen darin Stoffwechselwege, die sich künftig gezielt untersuchen lassen.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.