Zum Inhalt springen
Journal ArticleProceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

Fettgewebe bremst Insulin: Fruchtfliegen leben länger

Einstufung Vorläufig — kontrollierte Experimente mit Fruchtfliegen und gezielten Genveränderungen; ob die Ergebnisse auf Menschen übertragbar sind, ist nicht geprüft.

Tierstudie. Ergebnisse lassen sich nicht direkt auf Menschen übertragen. Deshalb ist die Einstufung auf Vorläufig gedeckelt.

Design
Tierstudie
Teilnehmende
—
Dauer
—
Finanzierung
ANPCyT (Argentina's national research promotion agency)
Kernaussage

Bei Fruchtfliegen bremst ein Signal aus dem Fettgewebe die Insulinausschüttung im Gehirn und verlängert so das Leben.


Fruchtfliegen lebten deutlich länger, wenn in ihrem Fettgewebe ein bestimmtes Enzym gedrosselt war. Es heißt Dicer-1 und stellt winzige RNA-Schnipsel her, sogenannte microRNAs. Diese steuern, wie stark Gene abgelesen werden. Der Gewinn an Lebenszeit war etwa so groß wie bei Fliegen auf knapper Kost. Beides zusammen verlängerte das Leben noch weiter. Außerdem überstanden die Tiere ein Zellgift besser.

Untersucht wurden vor allem männliche Fliegen mit nur einer intakten Kopie des Gens. Bei anderen war das Gen gezielt im Fettkörper gedrosselt. Dieses Organ übernimmt bei Insekten die Aufgaben von Fettgewebe und Leber. Die Spur führte bis ins Gehirn. Weniger Dicer-1 senkte im Fettkörper eine microRNA namens miR-8. Daraufhin bildete er mehr von einem insulinähnlichen Hormon. Dieses bremste im Gehirn die Ausschüttung eines anderen Insulinhormons. Bildeten die insulinbildenden Zellen im Gehirn künstlich mehr von diesem Hormon, verschwand das längere Leben.

Alle Ergebnisse stammen aus Fliegen. Ob es bei Menschen einen ähnlichen Weg gibt, wurde nicht untersucht. Die Forschenden schließen zudem nicht aus, dass weitere microRNAs beteiligt sind.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.