Zum Inhalt springen
Journal ArticleNutrition reviews·Bewertet und veröffentlicht ·Zuletzt bearbeitet

92 Studien: Fettarme Kost senkt das Nicht-HDL-Cholesterin

Einstufung Stark — die Auswertung fasst 92 Studien zusammen, in denen das Los die Kost zuteilte; den Kernbefund stufen die Autoren als sehr verlässlich ein, andere Werte als unsicher.

Design
Metaanalyse
Teilnehmende
92
Dauer
—
Finanzierung
—
Kernaussage

Fettarme Kost senkte das Nicht-HDL-Cholesterin im Schnitt um 8 Milligramm pro Deziliter, beim Eiweiß ApoB zeigte sich kein klarer Unterschied.


Fettarm oder fettreich: Für die Blutfette macht das einen kleinen, aber messbaren Unterschied. Eine Auswertung von 92 Studien ergab, dass fettarme Kost das sogenannte Nicht-HDL-Cholesterin senkt. Gemeint ist alles Cholesterin im Blut außer dem HDL, das oft „gutes“ Cholesterin genannt wird. Im Schnitt sank der Wert um 8 Milligramm pro Deziliter.

In allen Studien entschied das Los, wer fettarm aß. Fettarm hieß: höchstens 30 Prozent der Kalorien aus Fett. Die Vergleichsgruppen bekamen mehr. Geprüft wurden auch Eiweiße, die auf den Fett-Transportteilchen im Blut sitzen. Beim Eiweiß ApoB fand sich kein klarer Unterschied, ebenso wenig beim Blutfett Lipoprotein(a). Einige Bestandteile des HDL sanken leicht. Das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL stieg leicht an.

Die Autoren sehen fettarme Kost als wirksamen Weg, das Nicht-HDL-Cholesterin zu senken. Starke Hinweise auf ungünstige Folgen für die Verhältniswerte fanden sie nicht. Für ApoB und einige andere Werte bleibt die Lage aber unklar. Herzinfarkte oder Schlaganfälle wurden nicht ausgewertet, sondern nur Blutwerte.

Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.