Junges Blut: Im Tierversuch verjüngend, beim Menschen unbewiesen
Einstufung Vorläufig — eine Übersichtsarbeit ohne systematische Suche, die vor allem Tierversuche und Beobachtungsdaten zusammenfasst; große Studien mit Menschen, bei denen das Los entscheidet, fehlen.
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- Korea Research Institute of Bioscience and Biotechnology (KRIBB)
Junges Blut verjüngte im Tierversuch mehrere Gewebe, beim Menschen ist ein Nutzen bisher nicht belegt.
Unser Blut verrät, wie schnell wir altern, und es könnte das Tempo sogar mitbestimmen. Das ist die These einer Übersichtsarbeit koreanischer Forschender. In einer Analyse mit 51.408 Menschen schätzte eine Art Uhr aus Bluteiweißen das Alter sehr genau. Eine Abweichung davon hing mit dem Sterberisiko und 18 chronischen Krankheiten zusammen.
Spannender ist die zweite Rolle des Blutes. In Tierversuchen verbanden Forschende die Blutkreisläufe junger und alter Tiere oder übertrugen junges Blutplasma. In mehreren Geweben verjüngten sich danach die Aktivität der Gene, der Stoffwechsel und chemische Markierungen am Erbgut. Einzelne Bestandteile des Blutes verlängerten bei Tieren sogar das Leben. Umgekehrt half es auch, altes Plasma zu verdünnen oder auszutauschen.
Beim Menschen ist die Lage dünner. In einer Studie bekamen ältere Menschen nach einer Hüft- oder Knieoperation per Los ein Eiweißpräparat aus jungem Spenderplasma. Ihre Entzündungsreaktion nach dem Eingriff veränderte sich messbar. Eine kleine Studie mit Menschen mit Nervenerkrankungen fand dagegen keinen gesicherten Nutzen. Die US-Behörde FDA warnte 2019 vor kommerziellen Transfusionen mit jungem Plasma: unbewiesen und mit Risiken wie Infektionen und Lungenschäden.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
