Acesulfam K
ENAcesulfame K
Acesulfam K ist das Kaliumsalz eines Oxathiazinondioxids und in der EU als E 950 zugelassen; auf Etiketten steht häufig Acesulfam-Kalium. Es süßt rund 200-mal so stark wie Haushaltszucker, liefert keine Energie und wird nicht verstoffwechselt. Der Körper resorbiert es und scheidet es unverändert über den Urin aus. Acesulfam K ist hitzestabil und wird daher in Backwaren eingesetzt, meist in Kombination mit anderen Süßstoffen, um den bitteren Nachgeschmack zu überdecken. Der Grenzwert wurde kürzlich geändert. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU setzte den ADI im Jahr 2000 auf 9 mg/kg Körpergewicht und Tag fest. Die EFSA bewertete Acesulfam K im April 2025 neu und hob den ADI auf 15 mg/kg an, abgeleitet aus einem NOAEL von 1500 mg/kg Körpergewicht und Tag bei Ratten mit einem Sicherheitsfaktor von 100. Damit entspricht der EU-Wert dem FDA-Wert von 15 mg/kg. Die Aufnahme in der EU liegt laut EFSA in allen Bevölkerungsgruppen unter dem ADI. Randomisierte Humanstudien sind kurz und erfassen Stoffwechselmarker. Die kritischen Signale stammen aus Beobachtungsdaten: Die Kohorte NutriNet-Santé berichtete einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Acesulfam K und der Krebsinzidenz, und die WHO riet 2023 davon ab, Süßstoffe zur Gewichtskontrolle einzusetzen. Solche Kohorten können den Süßstoff nicht von der Ernährung trennen, in der er vorkommt.
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Quellen
- EFSA Panel on Food Additives and Flavourings (FAF). (2025). Re-evaluation of acesulfame K (E 950) as food additive. *EFSA Journal*doi:10.2903/j.efsa.2025.9317
- Debras C, Chazelas E, Srour B, et al.. (2022). Artificial sweeteners and cancer risk: Results from the NutriNet-Santé population-based cohort study. *PLOS Medicine*doi:10.1371/journal.pmed.1003950
- World Health Organization. (2023). Use of non-sugar sweeteners: WHO guideline. *World Health Organization*
