Curcumin dämpfte in 26 Studien depressive Beschwerden
Einstufung Moderat — zusammenfassung von 26 Studien mit Losverfahren und 1.491 Menschen; die Ergebnisse schwankten stark, die Verlässlichkeit gilt als mittel bis niedrig.
- Design
- Metaanalyse
- Teilnehmende
- 1.491
- Dauer
- —
- Finanzierung
- The authors report no specific funding.
In 26 Studien hatten Erwachsene mit Curcumin weniger depressive Beschwerden und Angst als mit einem Scheinpräparat.
Curcumin ist der gelbe Wirkstoff der Kurkumawurzel. Frühere Studien zu seiner Wirkung auf die Psyche kamen zu uneinheitlichen Ergebnissen. Eine Auswertung von 26 Studien mit zusammen 1.491 Erwachsenen zeichnet nun ein klareres Bild. Wer Curcumin nahm, hatte deutlich weniger depressive Beschwerden und weniger Angst als mit einem Scheinpräparat. Auch Stress ging zurück, doch dazu gab es nur vier Studien.
In allen Studien entschied das Los, wer Curcumin bekam. Die meisten stammen aus Asien, vor allem aus dem Iran. Die Tagesmengen reichten von 60 bis 3.000 Milligramm, eingenommen über 4 bis 52 Wochen. Bei Frauen gingen depressive Beschwerden stärker zurück, bei Männern zeigte sich kein klarer Effekt. Mehr als 1,5 Gramm am Tag ging tendenziell mit einer stärkeren Besserung einher.
Die Forschenden stufen die Verlässlichkeit für Depression und Stress als mittel ein, für Angst als niedrig. Die Studien unterschieden sich stark, und bei Angst fehlen womöglich unveröffentlichte Studien ohne Ergebnis. Nebenwirkungen wurden nur lückenhaft erfasst. Ob Betroffene die Besserung im Alltag spüren, bleibt laut den Autoren offen: Ein statistisch gesicherter Unterschied ist noch kein spürbarer.
Haftungsausschluss: Forschungszusammenfassungen dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt, bevor du Änderungen an deiner Gesundheitsroutine vornimmst.
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